Bedingungslose Liebe – kein Platz mehr fürs Ego

 

Die Aufhebung des Getrennt-Seins

Was hat das Ego mit der Liebe zu tun, beziehungsweise NICHT zu tun?
Das Ego ist grob gesagt unsere Identität, oder besser gesagt etwas das wir uns als Identität aussuchen. Ego heißt „getrennt sein“ oder sich als „Ich“ wahrnehmen. Daran ist nichts verkehrt. Das ist notwendig sonst könnten wir hier herunten gar kein Leben als Mensch führen. Wir wollen ja Erfahrungen sammeln, jeder Einzelne. Es geht hier lediglich um das Erkennen, dass wir in Wirklichkeit nicht getrennt voneinander sind.

Alles ist mit allem verbunden. Alles hat eine Auswirkung. Wenn wir als „Alleinunterhalter“ durchs Leben düsen, ohne nach links und rechts zu schauen, verpassen wir einiges. Vielleicht müssen wir dann sogar wiederholen…

Schauen wir uns doch mal die Ego-Geschichte ein wenig an.

Wir Menschen suchen uns immer irgendeine Lebensart oder einen „Verein“ mit dem wir uns identifizieren können. Für das wir dann voll und ganz einstehen und alles geben! Das kann man quer durch alle Gruppierungen betrachten. Ja jetzt denken viele, klar der Fußballverein, Schützenverein oder der Musikverein ist gemeint. Hier wird trainiert und gekämpft mit vollem Einsatz um am Ende „gut“ oder sogar „besser“ als die Mitstreiter zu sein. Die Krönung ist eine Urkunde oder ein Pokal, und schon ist die Freude riesengroß und man hat was zu erzählen.
Nein es sind nicht nur sportliche Wettkämpfe bei denen unser Ego zur Höchstform aufläuft. Eltern pushen ihr Ego gerne über die Kinder auf. Da wird auch investiert was das Zeug hält, damit der Nachwuchs einen „stolz“ machen kann. Unsere Sekten (und damit meine ich nicht die Sekten die uns als gefährlich verkauft werden, sondern die Vereinigungen die ihre Mitgliedsbeiträge gleich von unserem Gehalt als Steuern einkassieren) haben uns auch jahrhundertelang erzählt, dass wir in ihrem Verein „besser“ aufgehoben sind als in einem Anderen. Ich sage nur Missionierung von sogenannten „Nichtgläubigen“.
Die Nichtraucher wollen die Raucher missionieren, weil sie doch so „ungesund“ leben, die Vegetarier die Fleischesser weil sie das Klima killen und am schlimmsten von allen die Gutmenschen, die sowieso immer „guter“ als die Anderen in allen Lebenslagen sind. Wenn dann der Mensch langsam erwacht und erkennt, dass vielleicht doch nicht alles so wahr ist was uns immer erzählt wird, tappt dann nicht selten in eine noch größere Falle. Dann findet man scheinbar Antworten im spirituellen Bereich. Und schon wird das nächste Ego aufgebaut. Dann wird sich das „Erwachen“ auf die Fahnen geschrieben und alle „unbewussten“ Menschen werden in die Pfanne gehaun.

Wir müssen unser Ego weder suchen noch killen. Wir brauchen nur wieder lernen zu lieben.
Bedingungslos zu lieben.
Als erstes uns selbst. Das ist das Wichtigste. Uns wurde so lange eingeredet wir sollen uns zuerst um Andere kümmern und sie lieben und uns selber hinten an stellen. Wir sollen Vater und Mutter ehren, den Partner lieben und natürlich die Kinder. Menschen die sich wirklich selbst lieben, werden irgendwann selbst Liebe und sind nicht mehr manipulierbar. Wenn wir uns nicht mehr als getrennt ansehen sondern als Ganzes, können sie uns nicht mehr gegeneinander aufhetzen.
Wenn wir uns wirklich mal in die Höhle des Löwen trauen und uns die Nachrichten im Fernsehen anschauen, sehen wir nichts als Hetzkampagnen. Ständig ist jemand der Gute und jemand Anderes der Böse. Da sind sich die Medien für nichts zu schade.
Wir sind aber nicht getrennt sondern wir sind alle eins. Alles sind wir Menschen die hier ihre Erfahrungen machen. Jeder nach seinem Bewusstseinsstand, den er gerade hat. Wenn wir das erkennen, dass niemand besser oder schlechter ist, fangen wir an bedingungslos zu lieben, dann haben wir wieder Mitgefühl.
Menschen die wirklich bedingungslos lieben werden sich immer zum Wohl aller verhalten. Sie werden immer so leben, dass kein Anderer geschädigt oder gestört wird. Sie sehen alles als Ganzes an. Das schließt natürlich auch unseren ganzen Planeten mit ein. Diese Menschen brauchen keine Umweltschützer sein, sie machen die Natur nicht kaputt. Sie brauchen auch keine Tierschützer sein, sie würden niemals einem Tier bewusst Schaden zufügen. Das ist wirklich ein Selbstläufer. Wenn sich die Liebe in einem ausbreitet und sich das Herz weitet, sind diese Dinge selbstverständlich und müssen nicht antrainiert oder gelernt werden.
Menschen die wirklich lieben betteln auch nicht bei Anderen um Liebe. Nicht beim Partner, bei den Eltern oder den Kindern. Wer liebt braucht von Außen nichts, weil er schon alles hat.
Dann tritt das Ego automatisch an seine ihm zugedachte Stelle, in den Hintergrund für das es eigentlich einmal gedacht war.

In diesem Sinne: Öffnen wir wieder unsere Herzen für die Liebe dann haben wir schnell das erreicht was sich alle zu Silvester ganz fleißig gewünscht haben:

Ein glückliches, gesundes und friedliches neues Jahr.

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