Die Brennnessel, eine unserer wertvollsten Heilpflanzen.

In Frankreich löste sie einen regelrechten Krieg aus!

 

Als ich heute im Garten war, habe ich einen Schatz gefunden. Das hat mich so sehr gefreut, dass ich das Erlebte mit Euch teilen möchte.
Die ersten Brennnesselblätter spitzen aus dem Boden. Ich möchte Euch erzählen, warum ich die Brennnessel als Schatz bezeichne. Vorweg möchte ich, um die enorme Bedeutung dieser Pflanze in der Heilkunde zu unterstreichen, ein Zitat von Pfarrer Kneipp anführen:

 

Wüssten die Menschen um die Heilwirkung der Brennnessel,
sie würden nichts anderes als Brennnessel in ihrem Garten anbauen.

 

Das Zitat ist sehr aussagekräftig. Ihr Stellenwert bei den Heilkräutern ist sehr hoch angesiedelt.

Die Brennnessel ist eine hervorragende Stoffwechsel-Pflanze. Vor allem als Frühjahr-kur- wirkt sie Wunder, indem sie all die Schlacken des Winters aus dem Körper ausspült. Wer sich wirklich was Gutes gönnen möchte, legt jetzt eine 6-wöchige Tee-Kur ein. Die jungen Pflänzchen haben besonders viele wohltuende Inhaltsstoffe.
Brennnesseltee ist ein beliebter Tee zur Entschlackung und Anregung des Stoffwechsels.
Als Tinktur kann man die Brennnessel gegen Haarausfall in die Kopfhaut einmassieren.
Sie ist als Blasen-Nierentee sehr wirksam, aber auch bei Hauterkrankungen aller Art, kann man von regelrechten Wunderheilungen sprechen.

Die Brennnesselsamen geben Kraft und wirken gut bei Erschöpfungszuständen.

Sie wirkt blutreinigend, blutbildend, blutstillend, Stoffwechselfördernd.

Die Brennnessel wirkt unterstützend:

Haarwuchs fördernd
Gicht
Rheumatismus
Harnwegerkrankungen
Schuppen
Durchfall
Magenschwäche
Verstopfung
Frühjahrsmüdigkeit
Nierenschwäche
Bluthochdruck
Menstruationsbeschwerden
Diabetes (unterstützend)

 

Liebe Gartenbesitzer, wenn ihr gerne Schmetterlinge im Garten sehen möchtet, dann reißt diese tolle Pflanze nicht heraus.
Die Brennnessel ist Futterpflanze für die Raupen von rund 25 Schmetterlingsarten. Für vier einheimische Tagfalter ist sie sogar die einzige mögliche Futterpflanze.

Ich schneide die Brennnessel immer nur ab, ich reiße sie nicht heraus. Ich freue mich über jede Pflanze.

Ich trinke frischen Tee im Frühjahr, dann trockne ich die Blätter für den Wintertee.
Im Sommer bereite ich Tee nicht nur für mich zu, sondern auch für meinen Schnittlauch. Brennnesseltee ist der beste Dünger für Schnittlauch.
Ihr kennt das sicherlich, im Frühjahr ist der Schnittlauch schön grün und dick. Nach ein paar Wochen ist dann viel brauner Lauch dazwischen und er wächst viel langsamer. Dann koche ich einen Brennnesseltee und gieße meinen Schnittlauch. Nach ein paar Tagen wächst er wieder und hat kräftige Lauchröhrchen.

 

Brennnesseljauche:

Der wertvollste Dünger für alle Gartenbesitzer!

Die kannst du spielend selbst herstellen:
Schneide die ganze Brennnessel ab (wenn du selbst nicht so viele im Garten hast, im Wald wächst mehr als genug) und lege sie in einen Eimer, Wasser drauf bis sie bedeckt sind, Deckel drauf, fertig. Also ganz fertig noch nicht, jeden Tag einmal umrühren. Einen Deckel sollte man drauflegen, weil sich ein Geruch bildet, der nicht so angenehm ist für zarte Nasen, und damit keine Insekten ertrinken.
Nach ca. 10 Tagen, wenn sich die Stiele ziemlich aufgelöst haben, ist der Superdünger fertig.
Jetzt kannst du im Mischungsverhältnis 1:10 deine Blumen und Pflanzen düngen.
Also in eine große Gießkanne einen Liter Brennnesseljauche geben.
Das ist der allerbeste Stickstoffdünger, den es gibt. Meine Nachbarn erblassen jedes Jahr vor Neid, wenn sie meine reiche Gemüseernte betrachten.
Nur bei stark zehrenden Pflanzen verwenden. Das sind zum Beispiel: Tomaten, Paprika, Auberginen und Peperoni.
Ich dünge wöchentlich die Pflanzen und Blumen. Du wirst dich freuen, wie deine Blumen, besonders die Sonnenblumen die viel Dünger benötigen, blühen.
Da kannst du getrost auf sämtlichen chemischen Dünger verzichten. Die Pflanzen werden widerstandsfähig und robust. Seitdem ich einen Garten besitze, verwende ich nur Brennnesseldünger.
Solltest du einmal zu viel Kräuter haben und sie zurückschneiden, kannst du sie auch verjauchen. Zwischendurch, wenn der Wildwuchs überhandnimmt, mache ich eine Mischung aus allem, was ich abschneiden muss, und bereite eine Jauche zu. Fast alle Pflanzen haben heilende Substanzen. Deine Nutzpflanzen und Blumen werden es dir danken.
Sollten sich mal Schädlinge melden, kannst du sie mit starkem Brennnesseltee spritzen.

 

Hier noch eine unglaubliche Geschichte:

Der Verkauf und die Anwendung der Brennnesseljauche ist in Frankreich seit 2002 verboten!!!

Im Jahre 2006 ging der französische Staat sogar noch einen Schritt weiter und Verbot auch die Werbung und Empfehlung der Pflanze als Düngemittel, unter Androhung von Strafen bis zu 75.000 € und bis zu 2 Jahren Gefängnis.
Es gab zu diesem „Brennnesselkrieg in Frankreich“ einen Fernsehbeitrag, da haben die Franzosen „heimlich“ Brennnessel angebaut. Sie haben einen Streifen mit Getreide um ihre Brennnesselfelder angebaut, damit die Polizei ihre „verbotenen“ Pflanzen nicht entdecken würden.
Es gäbe keine wissenschaftlichen Untersuchungen über die Wirkung und Langzeitfolgen als Dünger. Es könnten etwaige Gefahren nicht ausgeschlossen werden.
Pestizide dürfen hingegen weiterhin in Frankreich genutzt werden!
Ja, die Gesundheit der Menschen wird in allen Bereichen zerstört. Um das zu erreichen werden unglaubliche Gesetze erlassen. Somit werden Stück für Stück natürlich Heilmittel verboten.
Die Pharma- Lobby ist gegen natürliche Dünger und Heilpflanzen.
Die Brennnessel hat siebenmal mehr Vitamin C als eine Orange und 40 % mehr Eiweiß als Soja. (in der Trockenmasse)

Wenn der Staat so massiv eingreift, weiß man gleich was dahinter steckt. Sie wissen natürlich, dass nichts Vergleichbares künstlich herzustellen ist. Seit Jahrhunderten wird die Jauche erfolgreich in der Landwirtschaft verwendet. Erst seitdem chemische Dünger auf den Markt kamen, wurde dieser wunderbare natürlich Dünger verboten. Monsanto lässt grüßen…

 

Wenn die Menschen Unkraut nicht ausreißen, sondern essen würden,
wären sie sie nicht nur los, sondern sie würden auch noch gesund!
(Kräuterpfarrer Künzle)

 

In diesem Sinne:

Lass dich nicht von den Konzernen an der Nase herumführen, indem sie dir chemische Mittel für deinen Garten teuer verkaufen wollen. Spare dir das Geld und du wirst gesundes Gemüse ernten können und ganz nebenbei noch selbst gesund werden.

Deine Paula Himmelreich

 

 

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