Erwartungen, das Tor zur Hölle

 

Warum Erwartungen uns das Leben so schwer machen

Unser Leben ist geprägt von unzähligen Erwartungen an unsere Mitmenschen und an das Leben selbst. Natürlich erwarten wir immer nur das „Beste“ für uns. Doch wissen wir was das Beste für uns ist?
Manchmal passieren Dinge, die gefallen uns so gar nicht. Da hadern wir mit Gott und der Welt und fühlen uns so richtig ungerecht behandelt. Im Nachhinein sieht die Sache oftmals gar nicht mehr so schlecht aus, oder erweist sich als äußerst positiv. So nach dem Motto:

Das Leben können wir nur vorwärts leben, verstehen können wir es immer nur rückwärts

Warum ist das so, dass wir so oft nicht zufrieden sind mit unserem Leben? Liegt es wirklich am Beruf oder am Partner? Oder sind es vielleicht doch die Erwartungen die wir haben?

Jeder Mensch hat natürlich andere Erwartungen, je nach Lebensplan. Ich möchte hier nicht nur von den „großen“ Erwartungen sprechen, wie Karriere, Kinder und Kontostand. Nein es sind die tausend kleinen Dinge die uns im Alltag so sehr aus der Bahn werfen.
Der Mann kommt schon wieder zu spät zum Essen und ruft nicht an, das Kind hat wieder nicht für die Schulaufgabe gelernt, die Waage zeigt ständig falsche Zahlen an, das Wetter ist schlecht, die Schwiegermutter nervt, der Hochzeitstag wurde wieder einmal vergessen ganz zu schweigen von der neuen Frisur die der Ehemann nicht einmal bemerkt hat. Ich bin sicher, jedem Einzelnen würden noch viele weitere Beispiele einfallen.

Was wäre wenn wir einmal versuchen würden keine  Erwartungen mehr zu haben. Wenn wir das Leben einfach so nehmen wie es ist und vor allen Dingen unsere Mitmenschen so nehmen wie sie sind.

Keine Erwartungen = Keine Enttäuschung.

So einfach ist das. Wenn ich nichts erwarte, dann ist alles was ich im Leben bekomme ein Geschenk. Wir bekommen so viel geschenkt was wir als selbstverständlich betrachten.
Nehmen wir doch nur einmal das Leben einer Frau irgendwo in Afrika, fernab der Zivilisation. Ich kann mir vorstellen, dass diese Frau überglücklich wäre wenn sie „nur“ fließendes Wasser hätte, und nicht 2 Stunden bei 30 Grad im Schatten zum Brunnen laufen müsste um die schweren Wasserkanister heimzuschleppen. Sie würde sich wahrscheinlich wie im siebten Himmel fühlen, wenn sie  die Wäsche in eine Maschine stecken könnte, die ihr die mühsame Handwäsche abnimmt.  Es ist schon ein wenig dekadent, sich als Hausfrau in unseren Breitengraden über die viele Wäsche zu beklagen…
Das Beispiel soll nur deutlich machen, dass wir unseren Blickwinkel zwischendurch neu justieren sollten.

Eins steht fest, wir können die Menschen nicht ändern. Jeder ist so wie er ist. Das Leben selbst läuft nach einem gewissen Plan ab. Das ließe sich natürlich diskutieren, warum das so ist.  Wir werden die Antwort nie hundertprozentig wissen.
Was können wir dann  tun wenn wir nichts beeinflussen können?
Ganz einfach wir können es annehmen wie es ist, ganz ohne Erwartungen. Setzen wir uns doch einmal als Passagier in den Bus rein und lassen uns fahren. Geben wir einmal das Lenkrad aus der Hand.

Es verändert sich alles wie von Zauberhand, wenn wir das Leben einfach mal fließen lassen, und uns nicht einmischen.

Lassen wir es einfach mal laufen…

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